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Res Artis 05 Berlin |
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Asien-Europa-Konferenz Zum ersten Mal war eine Hauptversammlung von Res Artis, dem internationalen Netzwerk der Zentren für Künstleraufenthalte, dem Austausch zwischen Asien und Europa gewidmet. Die Konferenz fand in Berlin parallel zum Art Forum (internationale Kunstmesse) und zu den Asien-Pazifik-Wochen statt. Organisiert wurde sie von der ufaFabrik Berlin in Kooperation mit der Asia-Europe Foundation (ASEF) und Res Artis. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter von 140 Künstlerzentren aus 42 Ländern, darunter China, Indien, Indonesien, Japan, Kambodscha, Korea, Myanmar, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Vietnam, sowie von international aktiven Stiftungen, Institutionen, Organisationen. Sie sollten die Gelegenheit bekommen, Berlin und seine kulturellen Einrichtungen besser kennenzulernen, weshalb die Konferenz an acht Orten in verschiedenen Regionen der Stadt durchgeführt wurde. Zu den Veranstaltungsorten gehörten u.a. das Art Forum Berlin (Kunstmesse), das Künstlerhaus Bethanien, das Haus der Kulturen der Welt, die Sophiensäle, c|o Berlin, die ufaFabrik. Der Titel der Konferenz "Sharing Cultures and Social Change" (Kulturen und sozialen Wandel miteinander teilen) bezieht sich auf die Rolle, die Häuser für Künstleraufenthalte und unabhängige Kunstzentren heutzutage beim Kulturaustausch und bei der Entstehung aktueller Kunst spielen bzw. spielen sollten. Thematische Schwerpunkte der Sitzungen waren z.B.: "Grenzen und Brücken: Künstler arbeiten an grenzüberschreitenden Projekten"; "Künstlerhäuser in der Stadt (Kunst und Gemeinschaft)"; "Kulturübergreifender Austausch und die Rolle von Stiftungen"; "Werkzeuge der Mobilität: Online-Portale für Information"; "Den Unterschied kuratieren". Marie Le Sourd, Projektmanagerin der Abteilung für Kulturaustausch der Asia-Europe Foundation (ASEF), schrieb in ihrem Report u.a., dass die meisten Teilnehmer die Möglichkeit, neue Kontakte zu finden und sich über mögliche gemeinsame Projekte in der Zukunft austauschen zu können, als große Bereicherung empfanden. Ebenso gefiel ihnen der Wechsel zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten, wodurch sie tiefere Einblicke in die Vielfalt der Kunst- und Kultureinrichtungen in Berlin gewinnen konnten. Allgemein gelobt wurde die Organisation dieser Res Artis Konferenz durch die ufaFabrik und deren Hauptverantwortlichen, Rudolf Brünger. Allerdings scheint das Programm manchmal zuviel des Guten gewesen zu sein. Wie in dem Report von Marie Le Sourd zu lesen ist, gab es seitens einiger Teilnehmer konstruktive Kritik am dichten Terminplan, der ihnen nicht genügend Zeit für den persönlichen Austausch ließ. Sutthirat Supaparinya aus Thailand sah das jedoch anders: "Ich denke, niemand kann sagen, dass er in Berlin keine Gelegenheit zum Networking gehabt hätte. Selbst ich als Anfänger habe große Impulse für meine Vorhaben bekommen. Wenn mein neues Aufenthaltsprojekt tatsächlich zustande kommen sollte, ist das auch dieser Konferenz zu verdanken." Es gab auch kritische Äußerungen zum Niveau der Zusammenkünfte. Mehrere Teilnehmer hatten tiefergehende Diskussionen erwartet und bedauerten, dass in ihren Arbeitsgruppen nur die Organisation und Programme jedes einzelnen Delegierten vorgestellt wurden, statt über die anstehenden Themen zu diskutieren. Ardi Yunanto von ruangrupa aus Indonesien sagte in Bezug auf die Arbeitsgruppe zu Stätten für Künstleraufenthalte in der Stadt: "Es wäre wohl besser gewesen, wenn der Meinungsaustausch ein paar Wochen zuvor via Email begonnen hätte, so dass wir beim Treffen selbst schon mehr über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer jeweiligen kulturellen und politischen Kontexte gewusst und uns mehr darüber verständigt hätten, wie urbane Zentren für Künstleraufenthalte in verschiedenen Gegebenheiten arbeiten können." Jo Kukathas von The Instant Café Company Theatre, Malaysia, meinte zur Arbeitsgruppe über darstellende Künste, dass die Diskussion äußerst ermutigend war, aber die zu knappe Zeit etwas frustrierend gewesen sei. "Ich denke, das liegt besonders daran, dass es für viele aus dem Westen und aus Asien die erste Zusammenkunft war und deswegen zunächst viel Hintergrundinformationen ausgetauscht werden mussten." Low Yi Chin von Rumah Air Panas (RAP), ebenfalls aus Malaysia, zog hinischtlich seiner Arbeitsgruppe den Schluss: "Diese Konferenz hat für RAP die Tür zu europäischen Künstlergruppen geöffnet. Wir haben eine Menge an Informationen mitbekommen, die für unsere künftige Entwicklung sehr nützlich sein werden und uns bei Austauschprojekten mit europäischen Ländern helfen werden." Weitere Zitate und Einschätzungen sind in dem >> Report von Marie Le Sourd an ihre Instititution, die Asia-Europe Foundation, zu finden. Res Artis hat auf seiner Website eine umfangreiche >> Dokumentation veröffentlicht, u.a. Zusammenfassungen der Konferenzbeiträge und Arbeitsgruppen, biographische Daten der Referenten, Kommentare einiger Delegierter, Beschreibungen der Veranstaltungsorte. Eine gedruckte Publikation über die Konferenz ist in Vorbereitung.
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